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Impressionen

Kursrückblick: François Bihorel - peintreaventurier - Sketching in Gouache am 24./25.8.20

François Bihorel, der in seinem ersten Leben Städteplaner war und ursprünglich aus der Bretagne stammt, jetzt aber in der Normandie sein Atelier hat, ist ein Unikat.

François Bihorel – ein analoges Relikt in der digitalen Welt

Anders als die meisten Sketcher, die man so kennt*, ist er weder über Facebook noch über Instagram vernetzt. Sein Handy ist ein Uraltmodell, einen Laptop oder ein Tablett hat er auf seinen Malreisen gar nicht erst dabei.

Bei ihm zählt der Mensch und das persönliche Miteinander. Er setzt auf analoge Vernetzung.

François Bihorel - der Zeichner der Arbeitswelt

Anders als die meisten Sketcher, die man so kennt*, hat er nicht die schönen Ecken, Bauwerke etc. einer Stadt im Visier, sondern sucht er das Unprätentiöse. Es geht hier nicht so sehr um den Gegensatz zwischen Glamour und Elend, sondern schlicht um die Grauzone dazwischen. Oft sind es Lagerhallen, Großmärkte wie Rungis von Paris, die Straßenschluchten in Neapel...- und auch hier wieder die Menschen, die dort arbeiten.

François Bihorel - der etwas andere Zeichner

Anders als die meisten Sketcher, die man so kennt*, besitzt er kein „zeitgerechtes“ Sketcher-Accessoire sondern setzt er auf Selfmade!

Über die eine Schulter trägt er seine Farbtasche: ein umfunktionierter Bambus-Reisdampfkocher. Die Unterseite ist mit Lederstreifen – womöglich die Ärmel seiner abgewetzten Lederweste – ummantelt. Ein Textilstreifen verbindet Deckel und Korpus wie ein Scharnier. Zwischen beiden Teilen im Innern sitzt passgenau ein Teller mit getrockneter Gouachefarbe – die Mischpalette. Unter dem Teller sind die Gouachetuben zum Nachfüllen.

Über der anderen Schulter trägt er ein altes Ledertäschchen, in dem er ein Einmachglas mit Wasser, seinen Stift und seine 10x15-Blätter untergebracht hat.

Und dann gibt es noch einen Holzkasten, mit einer mit Leder überzogenen Sitzfläche. Darin sind die restlichen Zeichenutensilien und das Material zum Rahmen sowie in dem unteren nachträglich angeflickten Teil eine Matte und eine Decke zum Schutz der Bilder beim Straßenverkauf verstaut.

Hat er sein Fahrrad dabei, wird auch noch der Gepäckträger als Arbeitstisch umfunktioniert.

Und um das Ganze abzurunden: Reisen tut er in einem umgebauten Kastenwagen, in dem er auch arbeitet, schläft und kocht. Zu unserer ersten gemeinsamen Mahlzeit trug er zum Nachtisch mit selbstgemachten Galettes bei!

So viel zu François selbst – Bilder und Kursbeschreibung folgen.

* So wenig, wie man François als Zeichner in ein Schema pressen kann, so wenig kann man das mit allen Zeichnern/Sketchern/Künstlern tun. Auch da ist die Bandbreite unendlich groß. Meine Pauschalierung ist nicht mehr als ein Stilmittel, um eine grobe Annäherung an den Künstler Bihorel zu wagen.

 

 

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